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Die Hosts-Datei unter Windows bearbeiten

Für die Entwicklerwebseite wird in der Regel eine Arbeitsdomain verwendet, die auf eine Kopie der Live-Webseite verweist. Bei Veröffentlichung der neuen Version können anschließend die DNS-Records der Hauptdomain so geändert werden, dass die erstellte Kopie zur Live-Webseite wird.

Systeme wie WordPress haben allerdings das Problem, dass sie die Domain in der MySQL-Datenbank speichern und immer auf diese Domain umleiten, auch wenn Sie die Entwicklerwebseite unter der Arbeitsdomain aufrufen. Hier bietet es sich an, die hosts-Datei so zu bearbeiten, dass die Domain auf die Entwicklerwebseite verweist.

Wie Sie die hosts-Datei unter Windows 7 ändern, erfahren Sie hier:

So erhalten Sie die benötigten Rechte

Um die hosts-Datei zu bearbeiten, benötigen Sie zunächst die Rechte des Administrators. Diese erhalten Sie, indem Sie auf Start klicken oder die Windows-Taste auf der Tastatur drücken und im Suchfeld „Editor“ eingeben. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „Editor“ und wählen „Als Administrator ausführen“ aus dem Kontextmenü aus. Das Editor-Fenster öffnet sich.

So bearbeiten Sie die Datei mit dem Editor

Im Editor wählen Sie nun Datei > Öffnen oder drücken und halten die Tasten „Strg“ und „O“. Im neu geöffneten Fenster navigieren Sie zum Ordner

C:\Windows\System32\drivers\etc

und achten darauf, dass unten rechts „Alle Dateien (*.*)“ und nicht „Textdateien (*.txt)“ ausgewählt ist. Öffnen Sie die hosts-Datei (ohne Endung).

Wenn Sie einen neuen Eintrag hinzufügen möchten, machen Sie dies unterhalb von den Kommentaren, die mit dem #-Symbol versehen sind. Nutzen Sie für jeden Eintrag eine separate Zeile. Zunächst schreiben Sie die IP-Adresse und dahinter den zugehörigen Hostnamen, also z. B.

1.2.3.4 www.beispiel.com

Rufen Sie nun www.beispiel.com in Ihrem Browser auf, gelangen Sie zu Ihrer Entwicklerwebsite.

Wenn Sie den Netzverkehr zu einer Domain blockieren möchten, verwenden Sie als IP-Adresse „127.0.0.1“. Geben Sie beispielsweise „127.0.0.1 www.google.com“ ein, wird der Zugriff auf www.google.com blockiert und Sie können die Seite nicht mehr im Browser öffnen. Um die bearbeitete Datei abzuspeichern, drücken und halten Sie die Tasten „Strg“ und „S“ auf der Tastatur.

Globale Proxy-Konfiguration unter Windows

Sicherheit in Unternehmensnetzen ist wichtig, keine Frage – manchmal kann sie aber auch ziemlich lästig werden 🙂 Das Problem: Man nehme einen Windows Server in einem großen Unternehmen und installiere dort eine Anwendung bzw. einen Dienst der mittels Http-Request auf eine SSL gesicherte Adresse  zugreifen will. Hierfür will der Dienst meistens zur Verifizierung des Zertifikats auf die Webadresse des Zertifikats-Ausstellers zugreifen. Leider ist genau dieser Zugriff auf dem direkten Weg nicht möglich, da Rechner in Großkonzernen ausschließlich über einen Proxy Zugriff auf das Internet erlangen.

Die Lösung:

Man definiert sich einfach einen systemweiten bzw. globalen Proxy auf dem Windows System, welcher dann von allen Diensten genutzt werden muss. Hierfür gibt es den recht unbekannten Befehl netsh:


netsh
netsh>winhttp
netsh winhttp>set proxy proxy-server="yourproxy:8080" bypass-list="notme.com"

Gibt man die obige Befehlsfolge über die Eingabeaufforderung ein, wird ein globaler Proxy definiert. Über den Parameter bypass-list kann man bestimmte interne Adressen ausschliessen, die ggf. sonst nicht mehr erreichbar wären.

Will man die Proxyeinstellungen wieder zurücksetzen kann man das über das Commando


netsh
netsh>winhttp
netsh winhttp>reset proxy

bewerkstelligen.

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